Gutes Werkzeug und Netzwerkverkabelung

Über den Hausbau bei einem guten Freund hab ich bisher kaum was geschrieben. Außer einmal hier um auf die AfD hinzuweisen.
Doch nun sind tatsächhlich fast 2 Jahre rum. Das Haus steht immer noch. Anfangs war vor allem erstmal eine große Entrümpelungsaktion, dann den ganzen Boden ausgraben. Die Schichten die rauskamen waren auch sehr abenteuerlich. Mal Sandsteine, mal rotes Gestein, das wie Asbest aussah. Dann wieder normale lockere Erde und normaler Beton, Gips, Gestein. Aber bei einem Haus von 1928 macht es wohl mal Sinn ein ordentliches Fundament herzustellen. So wurden auch die Außenfundamente neu gegossen (Stück für Stück) und am Ende eine einheitliche Betonplatte gegossen. Bis das endlich mal soweit war ist locker ein Jahr vergangen. Nebenbei wurden aber auch die ganze Wände abgeklopft und teilweise neu gemauert. Da die aktuellen Hausbesitzer auf alte Sachen stehen hat man in diesem Zuge auch einige Balken freigelegt bzw. neu reingemacht. Ich muss sagen, so sieht es auch richtig gut aus. Zwischendurch war ich auch mal kurz froh eine Ausrede durch mein kaputtes Knie zu haben, weil es auf Dauer doch auch nervig war. Aber mit der Zeit wurde es auch wieder schöner. Eine Zisterne wurde im Garten vergraben. Diese Graberei war auch sehr spannend und anstrengend. Nebenbei dann noch das Dach neu gedeckt, der vordere Anbau am Eingang abgerissen und ein neuer Anbau aufgebaut. Das spannende hier war immer: Außer nem Dusshammer und andere Handgeräte (teilweise auch schwerere Meisel) kam nie wirklich ein Bagger oder sonst was zum Einsatz. Also war die Arbeit eine Betonplatte zu entfernen durchaus auch anstrengend. Ich bin mir gar nicht mehr sicher wieviele Tonnen Schutt wir nun insgesamt immer wieder aufs Neue zur Deponie gefahren haben. Aber auf den Hänger gingen dann doch immer 1,8 Tonnen drauf. Es waren auf jeden Fall einige Samstage. Doch dann kam nun im letzten halben Jahr als die Bodenplatte endlich gegossen war auch die Elektroverkabelung dazu. Da ich mit Strom nichts am Hut habe, kann ich dazu nicht viel sagen. Eine PV Anlage ist leider nicht auf dem Dach, aber ein Wärmespeicher und Holzofen. Zum Holzofen hat der Kachelmann ja eine ganz besondere Meinung. Es ist einfach eine große Feinstaub Belastung. Aber natürlich ist es auch nochmal eine schöne Wärme.
SO ganz am Anfang hab ich immer alle Kabel aus den Wänden gezogen. Deshalb haben se irgendwann schon Angst gehabt, ob ich nicht irgendwann auch neue Kabel wieder rausziehe. Aber so vernünftig war ich dann doch. Außerdem kenn ich denjenigen, der die Kabel verlegt hat auch sehr gut. Da will man es nicht verscherzen. Da ich vor ein paar Jahren aber auch mal bei Verwandten ein Patchpanel aufgelegt habe, war ich ja schon in Übung. Seither hatte ich bei einem anderen Freund auch nochmal ein paar Patchdosen angeschlossen. So war dies am Ende alles kein großes Problem mehr. Aber trotzdem hatte ich nun bei dem Neubau doch ein bisschen Respekt davor. Aber die Anleitung war sehr gut vorbereitet. Vor allem waren es richtig gute Metzdosen. Da kann man alles auseinderbauen. Die Schaltung komplett rausnehmen und die Kabel oben und unten hochführen. Natürlich muss man nach wie vor eine einheitliche Belegung nehmen. Als ich mal ein Bild in meinem WhatsApp Status gepostet habe, hat der Elektromeister auch danach gefragt. „Natürlich die A Belegung, ich bin ja schließlich der Aichele und nicht Beichele!
Und so haben wir uns auf diese Belegung geeinigt. Sowohl an den Dosen als auch im Patchpanel. Und durch die gute Vorarbeit vom Peter war das alles auch kein großes Problem. Die Teile waren zwar alle etwas ungewohnt. Aber es lief dann am Ende wie am Schnürchen. Nur hab ich hier wieder gemerkt. Wenn man ein billiges Werkzeugset kauft hat man zwar alles für den einmaligen Gebrauch. Aber spätestens beim LSA+ Werkzeug war das Schneidwerkzeug leider kaputt. Ich hab dann einfach mal das aus dem Werkzeugkasten vom Peter genommen. Das ging schon deutlich besser. Irgendwann war ich dann auch mit fast allen Dosen fertig. Also hab ich mal ein bisschen recherchiert und mir selbst noch etwas Werkzeug gekauft. Eine kleine Knippex Zange für Drähte hatte ich damals bei meinem ersten Arbeitgeber oft im Gebrauch. Also diese mal bestellt. Da die Kabel meistens auch noch einen Mantel haben, muss diese runter. Also noch eine Abmantelhilfe für die Netzwerkkabel gekauft und super. Das ging wunderbar. Keine verletzten Adern mehr und ruckzuck ist der Mantel drunter. Und natürlich noch ein LSA+ Werkzeug. Diesmal sogar eines mit einem „Sensor“. Da es auch unterschiedliche Kabel gibt, aber auch welche im ähnliche Stärkenbereich. Letzten Samstag bei den letzten beiden Dosen noch ausprobiert und was soll ich sagen: Es funktioniert wunderbar. Klar es hat mal ein paar Euro mehr gekostet, doch dafür hab ich nun endlich passendes Werkzeug und muss mich nicht mehr rumärgern.
Das Patchpanel war nun auch nochmal Neuland für mich. Bei den letzten Patchpanel habe ich immer alle Kabel immer direkt in der breiten Führung aufgelegt. Diesmal wird einfach ein Stecker montiert, der dann in die Schiene eingeklippst wird. Ich war anfangs etwas skeptisch. Vor allem weil es neu war. Aber die Verarbeitung ist super. Kabel kürzen, in den Stecker einführen. Vorne die Adern drauf und dann nochmal kürzen. Deckel drauf klemmen und schon ist die Verbindung da. Danach nur den Stecker in die Schiene einklippsen. :) Das war wirklich einfach. Aber trotzdem hab ich für die 14 Stecker auch mal einen Nachmittag gebraucht. Am Ende hab ich noch erste Dosen mit dem Tester geprüft und bis auf eine Dose haben bisher alle Dosen alle Adern gepasst. Sogar den Schirm hab ich ordentlich ausgelegt. Ich fand es richtig entspannend und auch wieder schön. Denn so hab ich am Ende gesehen, was man geschafft hat. Und nachdem die Hausbesitzer ja so gut wie kein WLAN wollen (na gut ein Smartphone haben sie trotzdem ) war es auch wichtig, dass auch alle Netzwerkdosen funktionieren. So sind nun im Wohnzimmer an zwei Wänden jeweils eine Doppeldose. In den anderen Zimmern jeweils nur eine Dose. Ich finde das eine gute Investition. Selbst wenn man irgendwann doch mal WLAN verwenden sollte. Eine kabelgebundene Ethernet Verbindung wird immer stabiler sein. Und nachdem Peter sowohl Elektrik als auch Informatik kapiert, haben wir es auch gleich richtig gemacht und die Stromkabel so gut es geht von den Netzwerkkabeln getrennt um das Netzwerkkabel gegen den Elektromagnetismus zu schützen.

Also: Kauft ordentliches Werkzeug. Das kostet zwar manchmal etwas mehr Geld. Aber Du sparst Dir nachher den Ärger, wenn Du damit arbeiten musst. Falls es sich nicht lohnt hat ja vielleicht jemand im Bekanntenkreis selbst Werkzeug, der es mal ausleihen mag.
Und es lohnt sich Montageanleitungen zu lesen und vor allem manchmal die unterschiedlichen Anschlussarten zu prüfen. Ich fand diese Metzdosen nun wirklich angenehmer als die von Jung.

Netstat – Verbindungen anzeigen

Die Konsole ist gar nicht so schlecht, wenn man weiß wie man sie bedienen muss. Beispielsweise um Verbindungsanfragen zu sehen, wenn etwas nicht funktioniert. Das ist besonders im Firmenumfeld interessant, da hier meistens alles über eine Firewall geregelt ist und viele Ports einfach gesperrt sind.

Der folgende Befehl zeigt beispielsweise an, welche Verbindungen gerade offen sind mit und „WART*“ im Status drin haben. Man könnte auch „SYN*“ eingeben um sinnvollerweise die Verbindungsversuche zu sehen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit fehlschlagen.

netstat -aon | findstr "WART*"

Ohne „| findstr „WART*“ findet man natürlich alle Verbindungen.
Möchte man sich die Ausgabe alle Sekunde aktualisieren lassen, hilft folgender Befehl:

netstat -aon 1 | findstr "WART*"

Falls ihr Linux nutzt ist vielleicht das neuere Tool „ss“ besser.

Patchpanel bei Verwandten aufgelegt

Joa, letztes Wochenende war ich mal eben kurz in Dorfmark bei Hannover. Meine Cousine und ihr Mann und ihre Tochter haben dort ein neues Haus bezogen, dass sie nach langer Zeit endlich fertig gestellt bekommen haben. Ursprünglich war die Idee, dass im Mai der Umzug stattfindet. Nach langer Verzögerung war es irgendwann August, dann September und schließlich endlich im Ende November der tatsächliche Umzug. Es ist schön geworden.
Weil der Mann ein bisschen technikaffin ist, wurden auch einige Netzwerkdosen verlegt. Ursprünglich waren über 26 Stück geplant. Durch falsche Absprachen sind es aber letztendlich doch nur 14 Stück geworden. Ich bin darüber auch etwas froh, da das Anschließen doch ein bisschen Arbeit war. Aber ich war ich selbst überrascht, denn die letzte Patcherei bei mir war 2007. Kurz nachdem ich bei h.team angefangen habe und ein Umzug ins Obergeschoss anstand. Da hieß es: „Sie haben doch bei der Telekom gelernt. Trauen Sie sich das Patchen der vielen Leitungen zu? Der Elektriker verlegt nur die Kabel, schließt sie aber nicht im Serverschrank an.“ Hui, mit meinem blutjungen 20 Jahren damals war ich etwas naiv und habe es zwar hinbekommen, aber mich auch jahrelang geärgert, weil ich es nicht wirklich sauber gemacht habe. So hingen die Kabel immer relativ weit nach unten, weil ich es nicht auf die richtig Länge gekürzt habe. Es hat trotzdem problemfrei funktioniert und das bis zum Umzug 2014. Also hab ich diesmal geschaut was es so an Werkzeugen gibt. Habe einen schickes Abisolierdrehteil, das LSA+ Werkzeug, zwei Schraubenzieher und sogar eine Crimpzange für relativ günstiges Geld bekommen und ein Prüfgerät war auch dabei.
Das hat sich echt gelohnt und über das Abisolierwerkzeug war ich sehr froh. Diesmal auch sauber die Kabel abgelängt. Das Patchpanel war aber auch sehr hilfreich. Es hatte hinten so Einrastkabelklemmen. Die Technik hat sich in den letzten 12 Jahren einfach gut verbessert. Ich hätte es mir deutlich schlimmer vorgestellt, aber zum Glück war es einfacher.

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