Gründe gegen die Zufallsentstehung – Wie man kontern kann, wenn einen jemand anspricht, der der festen Meinung ist, dass alles per Zufall entstanden ist

Wie ihr vielleicht wisst, bin ich Christ, glaube also an Gott, den Vater als Schöpfer, Jesus Christus als den Erlöser meiner Schuld und an den Heiligen Geist, der in mir ist und durch den ich Kraft bekomme, das Evangelium weiter zu erzählen.

Dennoch ist es auch als Christ, vor allem auf dieser Welt, in der sich so viele Menschen zum Atheismus bekennen, also an keinen Gott glauben, natürlich, dass man immer wieder so eine Zeit der Zweifel mitmacht, die meist von atheistischen Fragen ausgelöst wird, auf die man selbst nicht sofort eine Antwort weiß. In diesen Zeiten kommen mir dann Fragen wie:

– Wie kann Gott all das Leid auf dieser Welt zulassen, wenn er doch über alles herrscht?

– Woher weiß ich, ob der Sohn der Maria aus Magdala wirklich von Gott und nicht von Josef, ihrem Mann, ist?  – Weshalb schickte er Jesus nicht schon erwachsen auf die Erde? (Viele andere Religionen sehen Jesus ja schließlich nicht als den Sohn Gottes, sondern einen ganz normalen Menschen an, der Prophet war)

Gott und Sünde das geht nicht. Deshalb schickte er Jesus, der natürlich auch erst durch eine menschliche Frau geboren werden musste. Es wäre natürlich auch möglich gewesen, dass Jesus schon erwachsen auf einmal hier auftaucht, weil Gott auch für Außergewöhnliches (Wunder) steht. Aber das ist nicht seine Art. Gott wollte ja, dass Jesus all das Leid der Menschen auf sich nimmt, um für die Schuld aller Menschen wirklich zu büßen –  und das fängt eben schon früher an als erst im Erwachsensein.

Wenn Gott Leid auf die Erde schickt, wie die vielen Naturkatastrophen, dann tut er das, um das jeweilige Volk zu strafen – jedoch nie unangekündigt. Im Buch Amos 3,8 steht nämlich: „Der HERR, der mächtige Gott, tut nichts, ohne dass er es zuvor seine Diener, die Propheten, wissen lässt.“

Also in den Zeiten der Zweifel mache ich mir dann echt Gedanken und suche Antworten. Vieles lässt uns Gott einfach auch nicht erfahren, weil er und nicht mit dem dafür nötigen Verstand ausgerüstet hat. Gott ist das komplexeste Wesen, dass es je gab, gibt und geben wird.

Nun liste ich also mal einige Antwortmöglichkeiten zum Titelthema auf:

  • Die Bücher der Bibel sind zwar von mehr als 40 verschiedenen Autoren mit total unterschiedlichen geschichtlichen Hintergründen geschrieben worden, aber das, was sie geschrieben haben, ist durch Gott eingegeben.
  • Außerdem sind die Bücher des Neuen Testaments schon etwa 60 Jahre nach Jesu Geburt geschrieben worden. D.h. es gibt noch Tausende Zeitzeugen, die gegen das Geschriebene hätten klagen können, wenn es nicht der Wahrheit entsprochen hätte. Die Autoren hätten dann auch total viel Ärger bekommen und wären mit großer Wahrscheinlichkeit ins Gefängnis gekommen, wenn nicht sogar schlimmer (getötet worden).
  • Wenn das Universum durch Zufall entstanden wäre, wie wahrscheinlich ist es da, dass alles so verdammt perfekt ist? Wenn die Erde zum Beispiel nur wenige Kilometer weiter zur Sonne stehen würde, wäre es auf der Erde schon zu heiß für die hier lebenden Lebewesen. Andersrum, also wenige Kilometer weiter von der Sonne entfernt, wäre es zu kalt. Außerdem gibt es einen exakten Neigungswinkel der Erde, ohne den vieles nicht geklappt hätte.
  • Dann gibt es da noch die vielen mathematischen und physikalischen Gesetze, die man im Laufe der Zeit auf der Erde entdeckt hat. Das kann kein Zufall sein! Es gibt einen mächtigen allgegenwärtigen GOTT, der sich das alles ausgedacht hat und immer bei uns ist – egal ob es uns schlecht oder gut geht!

Liebe Grüße

Micha

Über den Autor dieses Artikels: Micha

Bruder von Tobias, hat mehr als einen Vogel in seinem Zimmer und spielt gerne Keyboard. In seiner Freizeit zeigt er auch den Kindern in der Jungschar, wo es lang geht.

10 Antworten zu “Gründe gegen die Zufallsentstehung – Wie man kontern kann, wenn einen jemand anspricht, der der festen Meinung ist, dass alles per Zufall entstanden ist”

  1. Rakaniaz sagt:

    Na da werde ich als Agnostiker doch gleich mal drauf eingehen.

    Zu 1: Die Bücher widersprechen sich teils ziemlich. Das wurde mir selbst von Theologen bestätigt. Ich gebe zu selbst habe ich die Bibel nie gelesen (ausser einige Auszüge im Religionsunterricht vor 10 Jahren)

    Zu 2: Wer soll widersprechen? Die die ihn wirklich getroffen haben wollen werden nichts sagen und die anderen kannten diesen Jesus nicht und die Geschichte klang für sie einfach glaubwürdig etc. Frühe Mundpropaganda sogesehen.

    Zu 3: Warum ist dann der Planet Erde der einzige Planet (von dem wir wissen) auf dem es intelligentes Leben gibt? Warum sind andere Planeten nicht in einer ähnlichen Umlaufbahn wie die Erde? Diese wenigen Kilometer sind immer noch hunderte bis tausende, da hatte es der Zufall verhältnismäßig leicht. Und wir verhältnismäßig Glück. Mehr nicht.

    Zu 4: Wir, die Menschen haben die Gesetze im Laufe der zeit entdeckt. Wir wussten Sie vorher nicht. Warum sollten wir Sie selbst herausfinden müssen wenn ein Gott Sie uns hätte mit auf den Weg geben können. Warum gibt es hungernde Kinder, tödliche Krankheiten bei guten Leuten. Wenn es einen Gott geben würde der Gerechtigkeit bringen sollte warum sterben dann nicht erst die Kinderschänder, Mörder und Verbrecher?

    Du siehst, deine Argumente sind leider nicht sehr stichfest wenn man einen Glauben aussen vor lässt.

    Gegenfrage: Warum glaubst du an Gott? Weil der Glaube dir Kraft gibt schlimme Situationen zu überstehen? Ich persönlich kann einfach an nichts glauben von dessen Existenz man sich nicht vergewissern kann.

    Das Gute daran: Als Agnostiker spielt das im Leben auch keine Rolle. Solang ich lebe werde ich es nicht erfahren und wenn ich sterbe werd ichs schon sehen. Aufgrund mangelnden Glaubens vermutlich erst ein paar Jährchen im Fegefeuer aber naja :D

    • Micha sagt:

      Wenn man von Christen hört: „Ich glaube an Gott, weil er mir die Zuversicht auf ein besseres Leben gibt.“ klingt das zwar so, als ob einem dieses Leben nicht zusagt, aber es ist bei vielen Menschen einfach auch so.
      Bei uns in den wohlhabenderen Ländern zwar nicht so sehr, weil wir (bis auf die 2.WK-Generation) hier ohne Krieg, Folter, usw. aufgewachsen sind; dafür aber in vielen anderen Ländern der Welt, wo tausende und mehr Menschen dafür sterben müssen, weil sie an ihrem Glauben festhalten und nicht zugeben, dass es keinen Gott gibt, also ihn nicht verleugnen. Denn in Lukas 22,32 steht auch: „Jesus Christus spricht: Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre.“ Im Hebräerbrief 6,4-6 dagegen steht: „Denn eins steht fest: Wenn Menschen einmal die Augen für die Wahrheit geöffnet wurden, wenn sie die guten Gaben des Himmels zu spüren bekamen und Anteil am Wirken des Heiligen Geistes erhielten, wenn sie das gute Wort Gottes und die Kräfte der kommenden Welt kennen gelernt haben und sich dann doch von Gott abwandten, ist es unmöglich, sie wieder zur Änderung ihrer Einstellung zu bewegen. Denn sie nageln den Sohn Gottes praktisch noch einmal ans Kreuz und setzen ihn dem öffentlichen Spott aus.“
      Das heißt also, wenn ich mich nun von den Zweifeln überwältigen lasse, komme ich auch in eine ähnliche Einstellung wie du sie hast und dann ist es unmöglich, mich von anderen Christen wieder zum Glauben bewegen zu lassen. Es bestünde jedoch die Möglichkeit, dass ich dann von mir aus wieder anfange, der Wahrheit zu glauben – Gott ist die Wahrheit (2. Samuel 7,28).

    • Micha sagt:

      Nochmal was zu 4:
      Ich möcht mich mal noch auf Johannes Kepler beziehen, für den die natürliche Welt ein Spiegel war, in dem die göttlichen Ideen sichtbar werden konnten und er meinte, dass der gottgeschaffene menschliche Geist dazu da ist, sie zu erkennen und zu preisen.

  2. Rakaniaz sagt:

    Es geht ja nicht ums überzeugen ob es sowas wie einen Gott oder eine höhere Macht gibt sondern darum warum du an Gott glaubst. Das war ja meine Frage. Wie kannst du so überzeugt davon sein das es sowas gibt obwohl der einzige „Beweis“ ein Buch voll mit Geschichten ist die über Jahre durch „stille Post“ zusammengetragen wurden?!

    • Micha sagt:

      Meine Überzeugung ist allein der Glaube. Man kann Gott eben nicht beweisen – man kann nur die Auswirkungen seiner Taten erkennen.

  3. Rakaniaz sagt:

    @Micha: Die da wären? Also mir ist noch nie eine Auswirkung seiner Taten untergekommen.

    Versteh mich nicht falsch, jeder soll selbst entscheiden ob er glaubt oder nicht, aber „Kontermöglichkeiten“ aufzuschreiben erscheint mir einfach falsch. Man sollte einfach sagen: „Ich glaube, du nicht“ und gut – oder wie die Onkelz in Ihrem Lied „Kirche“ sangen: „[…]Wenn du das nicht kannst (alleine d.h. ohne Gott leben – Anm. von mir), ja falls du Ihn (Gott) brauchst, werde mit ihm glücklich doch zwing mir nicht deinen Glauben auf“ ;)

  4. Dieter sagt:

    Zufall bringt nur Unordnung (Chaos).
    Kann jemand das Gegenteil beweisen?
    Dann glaube ich auch an eine Evolution.

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