Kategorie: Leben

Sinn und Unsinn der Motorradbeschränkung

Wer einen Motorradführerschein machen möchte, kennt es vielleicht. Ist man unter 25 Jahre alt, muss man sich nach Erteilung des Führerscheins die nächsten zwei Jahre mit 34 PS Maschinen begnügen. Das ist teilweise auch sinnvoll. Aber was ist denn eigentlich mit den paar Leuten, die ihren Motorradführerschein machen und danach 2 Jahre lang aufs Fahren verzichten? Früher mussten solche Leute noch die gefahrenen Kilometer nachweisen und erst nach den erforderlichen Kilometern wurde die Erlaubnis auf „offene“ Motorräder (mehr als 34 PS) erteilt.

Da ich aber erst vor 2 Jahren meinen Motorradführerschein gemacht habe und die letzten 2 Jahre aus Geldmangel nicht mehr zum Motorradfahren gekommen bin, darf ich ab morgen trotzdem jede offene Maschine fahren. Die neue Regelung sieht nämlich vor: 2 Jahre kleine Mopeds fahren und nach 2 Jahren darf ich ohne erneutem Gang zum Landratsamt jedes Motorrad fahren.
Mich persönlich freut dies ja. Und ich bin mir den Risiken auch bewusst, so dass ich bei einem Motorradkauf auf jeden Fall nochmal ein kleines Sicherheitstraining absolvieren werde.

Aber ganz allgemein gesehen könnte man doch auch gleich auf die 2 Jahre verzichten. Da sowieso kein Nachweis erforderlich ist, bringt es nicht wirklich viel. :) Außer dass die wirklichen jungen Fahrer erst mal 2 Jahre lang ausgebremst werden.

So viel dazu. Welche Maschine ich mir nächstes Jahr kaufe, weiß ich trotzdem noch nicht. Aber außer einer Enduro wird’s da wohl nicht viel Auswahl geben. :)

Hochzeit im Kosovo war sehr schön

Dieses Jahr hat es endlich mal geklappt. Es hat urlaubsmäßig und finanziell geklappt, dass ich in den Kosovo fliegen konnte und dort die Hochzeit meines besten Freundes Agron miterleben durfte. :)
Joa, was erwartet man vom Kosovo. Eigentlich nicht viel. Bis Ende 2000 war da unten noch Krieg und viele Häuser gab es nicht mehr. Doch wenn heute also 2012 durch die Lande fährt. In meinem Fall also vom Flughafen in Prishtina in Richtung Gjakove, wo das Haus der Familie steht und auch schon eine richtige Stadt ist.
Das Haus war dann allerdings schon wieder etwas außerhalb von Gjakove und war auf einem Neubaugebiet gebaut.

Miredita (Hallo guten Tag)
Was an Kosovo sehr auffällig ist: Das gute und leichte Essen. Es gibt zwar auch überall Pizza (die auch gut schmeckt) und sogar Döner, aber auch gute Sachen wie Börek (Blätterteig mit Hackfleich gefüllt). Immer wenn es zu Hause Essen gab war dies auch sehr leicht gekocht. Viel kleingeschnittenes Gemüse mit beispielsweise Tschuk-Tschuk oder auch mal Fleisch drin. Dazu gab es immer Kastravec (Gurke), Pepperoni und eine nicht gerade milde Paprika. Aber scharf muss sein und mit viel Brot (Weißbrot) geht die Schärfe auch wieder schnell weg. Das war immer sehr lecker.

Was sonst noch erwähenswert ist: Im Rahmen der Hochzeit sind viele Verwandte und Nachbarn und Freunde vorbei gekommen und am Samstag auch gleich mal die Trommler. Es wurde sehr viel getanzt. Aber obwohl ich Ausländer dort war, wurde ich immer sehr herzlich aufgenommen. Eine Gastfreundschaft, die man auch in Deutschland bei vielen Ausländern antrifft und leider nicht immer bei den Deutschen.

Ansonsten war die Hochzeit auch sehr bemerkenswert. Am Abend davor kamen nochmals alle Verwandten zum Haus der Familie meines Freundes und haben dort zusammengesessen und auch viel getanzt. Das ging ziemlich lange. Erst gegen kurz vor Mitternacht gingen dann wieder die letzten Leute. Am Hochzeitstag ging es dann wieder früh los und es kamen wieder zuerst alle zum Haus und haben zur Musik der Trommler getanzt. Dann gab es schon Mittagessen und danach sind alle zum Ort von Agrons Braut gefahren (natürlich ohne Agron!) um die Braut zu holen. Dort angekommen sind wir kurz vorher ausgestiegen und nur die Männer sind hinter den Musikanten (aka den Trommlern und dem Flötenmenschen) in einer Reihe hinterher gelaufen um den Männern der Brautfamilie die Hand zu reichen und dort im Schatten zu verweilen. Im Schatten angekommen haben dann noch 4 Leute aus Agrons Verwandtschaft getanzt und 4 Leute aus der anderen Verwandtschaft getanzt. Zur Abkühlung gabs noch Cola und Wasser und wer wollte eine Zigarette. Und in einem großen Zelt haben die Frauen und die anderen Verwandten der Braut noch den Abschied gefeiert. Da war auch schon ein Sänger dabei mit der Musik die man eben mit dem Kosovo verbindet oder kennt, wenn man albanische Freunde hat. ;)
Dann ging die Reise schon wieder zurück zu Agrons Haus, wo nochmal die Ankunft der Braut gefeiert wurde und sich alle Leute von der Braut mit Reis bewerfen ließen. Kurze Zeit später haben die sich die meisten auch schon wieder auf den Heimweg gemacht und es war nochmal eine kleine Pause dazwischen. Abends ging es dann wieder weiter in einem großen Raum, der extra gemietet wurde und was wurde wohl gemacht: Richtig getanzt.
Ich habe mich die meiste Zeit mit dem Tanzen zurückgehalten, da ich es einfach nicht so gut kann. Aber irgendwann wurde ich eben auch aufgefordert einfach mit zu tanzen. Das war dann letzendlich auch ganz ok. So war der Hochzeitstag auch erst gegen 2Uhr morgens am nächsten Tag zu Ende. Das reicht dann auch irgendwie… ;)

Also wenn ich mal heirate, mach ich das zwar nach deutscher Art und vermutlich auch noch mit kirchlicher Trauung. Aber dann wird auf jeden Fall auch getanzt werden. Ich kanns zwar noch nicht, aber dann lerne ich es eben mit meiner Frau. :) Weil die ganzen langweiligen Sketche und das ewige Herumgesitze nervt doch auf Dauer.

Am letzten Tag (Freitag) war dann das Haus von Agron wieder relativ leer. Da war nur noch Agrons Familie da und somit war auch mal Zeit ein bisschen die Stadt anzuschauen. Und was ich recht bemerkenswert fand, war die Art der Verkabelung. Das soll mal als Beispiel dienen, wie es manchmal noch in der Altstadt von Gjakove aussieht.

Insgesamt war es eine schöne Zeit im Kosovo und ich werde auf jeden Fall nochmals hinfahren und nächstes Mal mir noch ein paar andere Städte zeigen lassen. Das war dieses Jahr einfach nicht drin, da eben die Hochzeit im Vordergrund war. Wobei ich die Hochzeit auch sehr klasse fand. Das Land lohnt sich auf jeden Fall zu besuchen. Wer sich auch ein bisschen auf die Sprache einlässt wird noch einige schöne Flecken entdecken. Denn landschaftlich ist der Kosovo fast wie mit Korsika zu vergleichen, nur etwas weniger Hügel und Kurven. :)

Ditemir (Guten Tag und auf Wiedersehen) und Felemert (Danke) fürs Lesen.
Ich habe vor bis zum nächsten Mal etwas Kosovo-Albanisch zu lernen und habe mir dazu extra ein Buch gekauft. Aber nach einem Blick hinein ist mir doch anders geworden. Die Sprache ist doch sehr schwer…

Sommerloch 2012

Aktuell ist hier auch ein Sommerloch. Ab nächster Woche 3 Wochen Sommerurlaub und bald gehts dann in den Kosovo. :)
Also raus hier, damit die Putzfrau den Schweiß wegputzen kann. ;)

Das Gottesteilchen wurde gefunden…

…leider haben die Forscher damit nicht den Schöpfer entdeckt!

Links:
Heise.de
WRINT (Podcast)
Heise-Kommentar

Mit minimalem Aufwand: Schule geschafft

Nun ist es amtlich: Ich bin fertig mit der Schule. Heute war die letzte Prüfung, nämlich mündlich im Fach Wirtschaft. Dazu habe ich auch ein ökonomisches Prinzip genutzt: Mit minimalem Aufwand das Maximale herausholen. In meinem Fall hieß das: 4 gewinnt. Für die erhoffte 2,5 als mündliche Note hat es einfach nicht mehr gereicht. ;)

Aber ich bin froh, dass alles vorbei ist und von den Noten her ist es auch noch ok. Die Noten haben sich zwar durch die schriftlichen Prüfungen leider etwas verschlechtert. Doch im Endeffekt steht immer noch eine 2 vor dem Komma. Statt 2,6 ist es nun eben eine 2,9 als Gesamtschnitt.

Wenn ich das damals alles gewusst hätte, wäre ich wohl kaum auf eine Abendschule gegangen. Denn die Lernerei war nicht immer ohne. Und besonders anfangs habe ich mich doch schwer getan. Das Lustigste war ja immer: Vor der Abendschule hab ich mich im Geschäft öfters mal gelangweilt, da einfach kaum Arbeit da war. Doch dann kam alles auf einen Schlag. Neue Lagertechnik wurde eingeführt, einige Programmierungen, die mich etwas herausgefordert haben. Und das letzte Jahr war dann nochmals sehr spannend. Zum einen in der Feuerwehr den Bootsführerschein gemacht und bestanden. Dann im Herbst einige Microsoft Schulungen besucht und über den Jahreswechsel / Jahresanfang neue Server beschafft und eingerichtet. Alles alleine… Da war einfach die Motivation für die Schule streckenweise einfach weg und hat sich dann auch in den Noten niedergeschlagen.

Andererseits sehe ich aktuell auch keine große Motivation mehr zu studieren. Ich habe doch aktuell einen guten Job mit vielen Freiheiten, einen guten Chef und ein sehr gutes Gehalt. Ob ich mit einem Studium diesen beruflichen Status wieder erreiche, wage ich mal zu bezweifeln, denn aktuell bin ich doch ein B.O.F.H. (Bastard Operator from h.team). Und für Nachrichtentechnik oder andere spannende Themen ist mein Abschluss einfach zu schlecht.
Außerdem ist ein beruflicher Wunsch nun auch in Erfüllung gegangen: Die Möglichkeit, mein Windows-Wissen zertifizieren zu lassen. Da ist die erste Prüfung leider ins Wasser gefallen. Aber da dies ein ernsthaftes Ziel ist, nehm ich mir für den zweiten Anlauf mehr Zeit und lerne richtig. Die 700 Punkte von 1000 Punkte kann man doch schaffen.

Ein erstrebenswertes Ziel wäre vielleicht noch: Ein abgebrochenes Informatik-Studium!

Aber ansonsten sind meine Ziele nun wieder bodenständiger. Bei der örtlichen Feuerwehr wieder aktiv an Übungsdiensten teilnehmen, vielleicht noch den Maschinistenlehrgang mitmachen. Und dann wieder donnerstags den Jugendkreis besuchen, denn der hat die letzten 2 Jahre doch gefehlt.