Aaaaaaaaaaaaarg o_O

Es wird mal wieder Zeit für einen Rant!
Mein Arbeitsleben ist gefühlt seit 2020 ein Riesenkack! Damals hat es angefangen als wir für eine Tochter in Übersee einen Webshop an unser ERP System dran machen sollten. Die Präsentation war eigentlich erstmal ganz schick. Ja geht alles wunderbar und Magento ist hier wirklich super supportet und Kaffee kann die Software wohl auch noch. Achja und für Übersee müssten sie aber besser noch die Steuerberechnung externalisieren. Einer unserer Kunden hat das jedenfalls so gemacht.
Das mit der Steuer war dann organisatorisch kein Problem. Die Kunden haben einfach Bescheinigungen an unsere Tochter geschickt, damit wurde immer 0% Steuer berechnet. Das ist unter Geschäftsleuten dort so üblich. Also kein Problem von dieser Seite aus.
Wir waren also jung und frohen Mutes: "Was soll auch schon schiefgehen?" Also haben wir unseren Website Dienstleister gefragt ob er uns eine Magento Shop Instanz bauen kann. Das war wirklich schnell gemacht. Innerhalb weniger Tage war die Instanz eingerichtet und das Design auch schnell nachgezogen. Die Installation der Schnittstelle zum Shop wurde dann auch recht zeitnah installiert. Aber beim ersten Verbindungstest gab es gleich mal Fehlermeldungen. Es konnten einfach bestimmte Dateien nicht gefunden werden. Die Info, dass man den Verbindungstest immer nur von einem bestimmten Applicationserver aus startet bzw. durchführt stand in der Doku wohl nicht drin. Nach 3 Monaten und einigen Patches ist es aber dann doch tatsächlich gelungen eine Verbindung zum Magento Shop aufzubauen und sogar das erste Mal einen Austausch von Adressen, Artikel und Aufträgen zu machen. Da wir natürlich mit einer Tochter in Übersee zusammenarbeiten mussten natürlich auch erstmal noch die Adressfelder angepasst werden. Außerdem ist es in Übersee üblich, dass der Kunde eigene Kundenkonten bei den Versanddienstleistern hat. So gehen die Kosten für den Versand direkt an den Kunden. Das kann Vorteile bringen wenn der Kunde gut mit dem Versanddienstleister verhandelt hat und damit gute Konditionen hat. Da es sowas in Europa aber natürlich nicht gibt, war das Ganze erstmal wieder mit einer Anpassung der Software verbunden. Ein dreiviertel Jahr später war es dann fertig. Wir hatten auch schon in den Besprechungen mit den Kollegen in Übersee angekündigt, dass wir in Zukunft die Zahlungen per Paypal machen müssen. Das wurde dann erstmal akzeptiert. Kurz vor dem Go-Live wurde dann gesagt, dass Paypal nicht geht. In vielen Firmen ist Paypal von der Firewall gesperrt. Fand ich zuerst etwas verwunderlich, da Paypal doch eigentlich überall verbreitet ist. Jo dann wurde kurzerhand ein alternativer Kreditkarten Zahlungsdienstleister der Hausbank ins Spiel gebracht. Die Schnittstelle vom ERP System hat diesen Zahlungsdienstleister natürlich nicht erkannt. Deshalb war der manuelle Aufwand enorm hoch. Aber egal, am Ende wurde es akzeptiert.
Jetzt hatte der alte Webshop aber noch den Vorteil, dass man sich mit einem Kundenaccount mehrere Unteraccounts erstellen kann. Das kann Magento aber leider nicht und die Schnittstelle erst recht nicht. Am Ende gab es einfach enorm viele Verzögerungen und bis zu meinem Wechsel im September 2021 war der Webshop immer noch nicht eingeführt. Erst als ich dann weg war wurde er plötzlich ganz schnell eingeführt und alle Probleme waren scheinbar vergessen oder wurden akzeptiert.

Zur kleinen Abkühlung noch etwas erfreuliches:
Im Zuge der ERP Einführung gab es noch eine andere Schnittstelle zum Versandprogramm. Das war relativ einfach zu realisieren, da es einfach Textdateien ausgespuckt hat und dann verarbeitet. Die Schwierigkeit war nur, dass das Versandprogramm einen sehr eigenen Pseudo XML Dialekt erwartet hat. Das ERP Programm hat aber schon standardmäßig anderes XML ausgespukt. Also die Quelldateien aus dem ERP mit einem C# und einem XML Transformator umgewandelt. Diese Umwandlung sollte dann auch immer adhoc stattfinden. Das Versandprogramm hat nämlich immer per Barcode den Lieferschein angefordert und dabei eine Requestdatei ausgespukt. Diese Informationen aus der Requestdatei werden dann vom C# Programm gelesen, welches die Lieferschein XML Datei aus einem Ordner sucht und dann innerhalb weniger Sekunden transformiert und dem Versandprogramm bereit legt. Das Programm wurde natürlich von einem anderen Kollegen geschrieben und nicht korrekt getestet. Ich bin aber froh über seine Arbeit, da die XML Transformation eine sehr elegante Lösung ist. Der Kollege, der es damals gemacht hat ist 2020 auch gegangen und so hab ich es geerbt.
"Gibt's dafür auch eine Git Historie?" Ähm also Versionsverwaltung war bis dahin in der IT Abteilung ein Fremdwort. Das erinnert mich stark an meine ersten Zeiten als ich meine ersten Logikprogramme geschrieben habe. Da war Versionsverwaltung auch nicht mein Ding. Aber nachdem irgendwann ein neues größeres Programm anstand hab ich mich mal mit Git beschäftigt und festgestellt, dass ich dass sogar unter Windows gut zum Laufen bekomme und seitdem war es goldwert. Einfach mal nachvollziehen, welche Änderungen irgendwann gemacht wurden. Wenn der Entwickler freundlich und gut drauf war, kann man auch schon nachvollziehen, was geändert wurde.
Aber wir erinnern uns: In dieser IT Abteilung werden Dinge entwickelt aber natürlich ohne Versionsverwaltung. Nein das braucht man nicht...
Als ich das Projekt übernommen habe, hab ich erstmal Git draufgeworfen und so die letzten Änderungen nachvollzogen. Das war 1 Jahr später dann immer noch goldwert. Und natürlich durfte ich im März gleich nochmal dran und es fixen, weil ich oder mein Vorgänger damals es für eine gute Idee hielten das Ergebnis gleich ins Verzeichnis zu schreiben, von welchem das Versandprogramm die Antwort erwartet. Aus irgendwelchen Gründen ging das bis damals einfach gut. Kaum war ich wieder im März in der Firma ging es nicht mehr. Also hab ich es eben korrigiert und die Zieldatei vorab in ein temporäres Verzeichnis geschrieben und nach Abschluss ins Verzeichnis vom Versandprogramm verschoben. Siehe da: Kaum macht man es richtig, funktioniert es auch einfach schon wie es soll.
Die Schnittstelle mit den Daten aus dem Versandprogramm ins ERP haben wir dann programmieren lassen. Aus Gründen haben wir uns damals dann entschieden alle Trackingdaten (Trackingnummer, Gewicht, Anzahl Pakete) als Richtext in den Vorgang einzubinden. Ist nicht unbedingt schlecht, aber deshalb kann man heute leider auch keine Trackingnummer an den Webshop übermitteln. Na gut, haben wir einfach den Leuten so erklärt und sie haben es geschluckt. Benutzerfreundlich fand ich diese Entscheidung damals nicht, aber wenn Ober den Unter sticht kannste nichts machen.
Ich wollte ja zu etwas erfreulichem kommen: Diese Schnittstelle der Daten vom Versandprogramm ins ERP wurde vom ERP Dienstleister programmiert und hat bis auf 2, 3 kleinere Mängel sofort auf Anhieb getan. Das ist schön und vor allem tut dieser Dienst bis heute seine Dienste. Denn das was vom Versandprogramm rauskommt ist immer gleich und hat sich auch mit den letzten Updates nicht geändert. :)

Jo und dann war letztes Jahr die Entscheidung: Ich hab kein Bock mehr auf irgendwelche Dienstleister und will mal woanders was machen. Eigentlich wieder was mehr mit Programmieren und so. Natürlich liegt es damit auf der Hand, dass ich unbedingt gleich wieder einen neunen Job als ERP Admin annehme. Wie es dort am Anfang war hab ich ja hier mal geschrieben. Und am Ende wusste ich eben nicht mehr was ich eigentlich machen will. Alles in allem waren die 5 Monate dort in Tübingen gar nicht schlecht. Ich hab ein bisschen SQL gelernt und mit diesem dort eingesetzten ERP entdeckt, dass es immer noch schlimmer geht. Das war dann auch recht schnell der Grund, warum ich dort aufgegeben habe. Gut ein paar Personalthemen wie unterschiedliche Bezahlung (ich hab viel bekommen, andere die länger da sind aber das Gleiche machen bekommen weniger) waren auch ein Grund. Die Erneuerbare Energie Branche war jedenfalls sehr spannend und die Prozesse die ich mir angeschaut habe, wären sicherlich noch spannend gewesen sie umzusetzen. Aber am Ende war ich zu frustriert vom ERP. Jeden Tag irgendwelche Lieferaufträge per SQL zu fixen ist auf Dauer kein guter Stil.

Da mein alter Arbeitgeber in Leinfelden letztes Jahr im September meinte, dass ich jederzeit zurück kommen kann und ich anderweitig nichts sinnvolles gefunden habe bin ich seit März wieder da. Jo im Arbeitsvertrag steht großkotzig "DevOps Engineer". Aber praktisch bedeutet dies auch nur, dass ich ein Cognos Update (die BI Lösung von IBM) betreue und dort reinwachse. Ein bisschen mit Talend arbeite um verschiedene Datenquellen gemäß ETL (Extract Transform Load) in die Datentöpfe zu laden. Jo dann bin ich noch einen alten Reportserver zu uns umgezogen und per Visual Studio die Reports auf unseren Report Server deployed. Das war mal kurz spannend, bis es fertig war. Und schon seit meinem "Wiedereinstellungsgespräch" soll ein Jira / Confluence System für die Töchtergesellschaften bauen. Da gab es 2 Anläufe. Aber nun hab ich mir mal verschiedene Jira / Confluence Webcasts angehört und hab eine ungefähre Ahnung davon, wie es aussehen könnte. Das könnte dann wieder ein bisschen an DevOps erinnern. Wobei der Operating Teil hier größer ist. Dafür hab ich die ganzen SQL Server vom Kollegen, der im Mai dann gegangen ist geerbt. Das ist gar nicht mal so wenig. Ein bisschen profitiere ich noch von ihm, da er ein sehr akribischer Kollege war und ziemlich viel und detailliert dokumentiert hat. Außerdem eine PRTG Sensoren für SQL gebastelt. Beispielsweise ob die Backups gelaufen sind oder das Transaktionslog noch klein genug ist und die Platte nicht schon wieder voll läuft.

Aber leider hat er mir auch sein Lieblingsprojekt übergeben. Ein System welches unser digitales Archiv ist, soll noch den Rechnungseingangsworkflow mitmachen. Im Prinzip hört es sich nicht ganz schlimm an. Rechnungen kommen per E-Mail oder als Scan in den Belegleser. Dort werden sie in der ersten Zeit noch ziemlich manuell ausgelesen und die wichtigen Daten (Kunde, Beträge, Zahlungsfristen) extrahiert und vom Mitarbeiter zugeordnet. Mit der Zeit lernt das System aber dazu und kann zunehmend mehr die Rechnungen selbstständig erkennen. Hier ist noch kein großes Problem zu sehen. Das hat einfach funktioniert (also solange man es nicht anfässt).
Der Rechnungseingangsworkflow ist allerdings ein Ding aus der UI Hölle. Nicht wirklich intuitiv zu bedienen, die Knöpfe sehen immer unterschiedlich aus. Aber das Schlimmste ist im Hintergrund. Es gibt viele verschiedene unterschiedliche Programme und Schnittstellen, die irgendwie ineinander greifen.
Klar irgendwoher müssen die Informationen auch aus SAP kommen. Außerdem soll ja auch vorbelegte Rechnung angelegt werden um das zu vereinfachen. Dann gibt es noch einen Workflow und ein Testsystem. Jetzt hat man natürlich schon 5 Anläufe hinter sich um den Workflow einzuführen. Vorher alles sinnvoll getestet und dann bei der Einführung merkt man, dass es einfach nicht tut. Das schlimmste ist hier eben auch: Die Dienstleister greifen auf unser System per Teamviewer zu und machen die Anpassungen direkt auf unserem Server. Macht ja auch alles irgendwie Sinn. Da auch viele Skripte in .js verwendet werden wird VS Code verwendet. Ist kein schlechter Editor und für diese Sache sicher praktisch.

Nun kommt das Schöne daran: Wir haben letzten Montag endlich alle Anpassungen vom TEST System aufs PROD übernommen. Da wir auf Sicherheit stehen, haben wir auch mal kurzerhand das Passwort vom Redakteur geändert. Das ist sowas wie ein Service User, der in vielen Programmen und Schnittstellen verwendet wird. Wir meinten alle Stellen erwischt zu haben. Also hab ich mal fröhlich getestet und meine erste Rechnung freigegeben. Am Freitag erhielt ich dann die Nachricht, dass die ganzen Rechnungen der Woche nicht in SAP angelegt waren. Also den Dienstleister angerufen und scheinbar muss das Problem rießig gewesen sein. Denn Freitag, Montag und Dienstag hat er sich das angeschaut und erst am Dienstagnachmittag alles reparieren können.
Ja es mag wichtige User geben, die überall verwendet werden. Aber warum muss es gerade ein Redakteur sein, mit dem man sich auch im normalen System anmelden kann?

Und das Allerschönste: Das ganze System ist wieder so komplex, dass wir für viele Bereiche unterschiedliche Ansprechpartner haben. Das führt dann dazu, dass man erstmal rausfinden muss, welcher Bereich betroffen ist und dann geht die Schieberei mit dem schwarzen Peter los. Leute ich sags euch: Sowas ist richtig fucking nervig. Ich glaub das ist auch der Grund, warum ich seit 2019 noch weniger Haare als ohnehin habe.

All das hat meinen Entschluss genährt, dass ich 2023 mal versuchen möchte nur noch 4 Tage als Angestellter zu arbeiten und nebenher ein paar Freelancer Aufträge zu machen. Irgendwie finde ich es attraktiv mal viele einzelne Firmen zu sehen und nebenbei noch gutes Geld zu verdienen. Ob dass dann tatsächlich was wird, sehe ich Ende des Jahres.

Fakt ist: Ich bin aktuell als Angestellter eher ein "IT-Mitarbeiter + Waffelbäcker". Aber leider kein DevOps Engineer. Hier gibts keine Versionsverwaltung, kein Kubernetes, kein Docker, kein nichts. Och ja Teams haben wir. Sehr eingeschränkt und nervig, weil wir ja noch Lotus Notes haben. Die Implementierung des Teamslinks in die Notes Kalendereinladung hat ein anderer Entwickler aber wenigstens selbst hinbekommen. Das war wohl auch eine recht spannende Aufgabe, wie er meinte. Wenn dass dann mal aktiv ist, kann man den tollen neuen Besprechungsraum auch per Teams einladen.

Vielleicht bin ich auch deshalb frustriert, weil mir aktuell die spannenden Aufträge im Nebengewerbe fehlen und ich irgendwie mehr und mehr das Gefühl bekommen: Angestelltsein ist einerseits toll, aber ich sollte mal die Selbstständigkeit mehr ausprobieren. Mal aktiver nach Aufträgen suchen und mich bekannter machen. Mal irgendwelche kleinen Projekte, welche die Auftraggeber voran bringen. Ich kann ja Dinge.

Internet Explorer Optionen beschnitten

Es ist zwar 2022, aber auch in diesem Jahr hängen die Internet Optionen wie Trusted Sites nach wie vor an den Internet Optionen des alten Internet Explorers ab. Ich bin froh, dass ich diesen Browser schon seit Jahren nicht mehr verwenden muss. Aber ab und zu kommt man wieder an Installationen wie zum Beispiel eine neue Cognos Installation und dieses Mal will man die http Verbindungen auf https laufen lassen. http ist einfach Käse.
Jo dann fügen Sie doch einfach mal den Servernamen in die Trusted Sites Zone hinzu. Gut, dass wäre natürlich alles sehr einfach wenn man das ändern könnte. Irgendein Grasdackel Admin fand es vor 9 oder 10 Jahren mal erstrebenswert diesen Benutzer unbedingt so zu beschneiden, dass man diese Einstellungen nicht machen kann. Und wie man das wieder abstellt wusste der Admin auch nicht. Da ich selbst keine Adminrechte für die AD habe und es auch nicht meine Hauptaufgabe ist, war ich erstmal aufgeschmissen. Der Benutzer ist etwas speziell und hauptsächlich als Service Benutzer konfiguriert. Deshalb muss er beispielsweise auch sein Kennwort nicht ändern.

Nach etwas rumgooglen gab es aber endlich eine Lösung. Man kann in der Registry unter Zones und dort dem Reiter 2 noch den Wert "1A00" auf 0 setzen. Dann ist der Eintrag für "Automatische Anmeldung mit aktuellem Benutzernamen und Passwort" gesetzt. Quasi das Single Sign On.
Die Einträge für Servernamen waren dagegen etwas schwieriger. Mein Kollege hatte am Ende einen Eintrag unter ZoneMap - Domains gemacht und aufgesplittet nach Domain und Subdomain. Richtig war am Ende aber dann doch den Eintrag unter EscDomains und als FQDN einzutragen. Also sowas wie "ibm.tobis-bu.de"

Aber ich würde gerne immer noch wissen, warum damals dieser Halbdackel von Admin auf die Idee kam, dass es eine gute Idee ist die Internet Optionen zu beschneiden. Vor allem wenn die Server auf dem dieser Benutzer zum Einsatz kommen eh kein Internet haben.
Ich finde es ja gut, wenn Leute Dinge machen. Grundsätzlich bin ich auch dafür nicht jedem alle Rechte zu geben. Aber diese Sache war einfach nur hirnrissig und natürlich wird sowas dann nie dokumentiert. Weil braucht ja keiner...

Achja und dazu passt irgendwie gerade auch gut dieser Song. Einfach weil mir der Cognos Framework Manager sehr oft mit seinen Fehlermeldungen "Fuck you I won't do what you tell me" gesagt hat.

Nobody knows but Jesus

Diese Überschrift beschreibt mein Leben irgendwie ganz gut. Ich weiß nicht was der Morgen bringt, die Arbeit, das Leben, die Mopped Ausfahrt, die Feuerwehr oder was auch immer außer Jesus eben!
Nachdem ich vom Oktober bis Februar kurz mal bei einem Arbeitgeber war, der die Energiewende vorantreibt, bin ich nun wieder zurück bei meinem alten Arbeitgeber. Um es nochmal klarzustellen. Der Arbeitgeber in Tübingen ist ein guter Laden, nicht unbedingt klein und die DU Kultur ist definitiv gut. Am Ende war das ERP System aber für mich einfach zu frustrierend und wirklich andere Alternativen hab ich auch nicht gesehen.
Deshalb bin ich nach ein paar Versuchen, woanders unterzukommen, wieder zu meinem alten Arbeitgeber in Leinfelden gegangen. Die meinten ja damals bei meinem Weggang: "Jetzt probieren se es halt mal woanders und wenn nicht, kommen se eben wieder! :) " Das hab ich gemacht und mich dann im Januar / Februar wieder gemeldet, ob ich doch zurück kommen darf. Der alte Chef hat sich dann erstmal entschuldigt, dass er sich so spät gemeldet hat. Genau zum Zeitpunkt meiner Mail ist er krank geworden. Aber dann hat er sich gefreut und wir haben erstmal telefoniert. "Jo in der Entwicklung könnten wir dich tatsächlich gebrauchen." Die sind in der Tat unterbesetzt.
Ziemlich spannend war auch die Einladung zum "Vorstellungsgespräch" per Teams. Die Firma nutzt halt schon immer Lotus Notes und hat darin alles mögliche verbastelt. Unter anderem auch eine Art Wiki mit Hilfeartikeln, Bedarfsanforderung oder Zeitrückmeldungen. Naja so wie man sich eben eine Software aus den 90ern / 2000ern vorstellt. Die Maildatenbank ist dagegen wirklich schnell und nicht so ätzend langsam wie Outlook. Bei einem maximalen Mailspeicher von 1 GB pro User aber auch irgendwie verständlich! :)
Bei meinem Weggang im September war Teams einfach noch der Teufel für die Firma und Webex das Beste. Dann haben se aber doch mal die Preise verglichen und von Oktober bis Dezember musste dann plötzlich für die ganze Firma Teams eingerichtet werden. Die Integration in den Notes Kalender ist tatsächlich relativ einfach geworden. Man muss nur einmal mit einem Plugin eine Teams Einladung erstellen. Diese wird dann verschickt. Allerdings muss man diese Teams Einladung auch direkt über den Notes Kalender aufrufen. Dann öffnet sich ein Browser und Teams geht auf... Jo voll bequem und einfach überhaupt und sowieso!
Aber immerhin haben sie nun Teams im Einsatz. Natürlich wurde erstmal alles komplett deaktiviert was geht oder auch nicht geht. Dabei wurden wohl nun auch die Option wegkonfiguriert, welche dafür sorgt, dass der Teamsclient im Besprechungsraum keine Besprechungen mehr vom Kalender anzeigen kann. Da kommt einfach nur noch die Meldung "Kalender kann nicht abgerufen werden." Der Dienstleister welcher den Besprechungsraum mit den Kameras, Monitoren, der Mikrofonierung (sogar an der Decke) und dem Teamsclient aufgebaut hat, kommt mit seinem eigenen Teams User rein. Damit funktioniert auch die ganze Funktionalität. Das Lustige ist: Irgendwann hat dies auch mal mit dem internen User von uns getan, aber dann wurde wieder viel umgestellt und es tat nicht. Da ich dies nicht angefangen habe mach ich es auch nicht weiter und bin nun vielleicht ein bisschen gehässig. Aber das hat sich mein lieber Kollege selbst eingebrockt. So verbogen wie dieses Teams ist, war zuletzt nur das ERP System vom letzten Arbeitgeber in Tübingen. Jetzt sind se eh grad dran und machen vieles. Ab und zu kommt der Kollege mal wieder vorbei und ich soll mich per Powershell verbinden und Dinge checken. Jo, geht dann natürlich auch erstmal sehr schwierig. Weil einfach immer ALLES geblockt ist. Microsoft ist natürlich böhse!!1! Irgendwann geht es dann natürlich doch, wenn ich lieb darum bitte. Aber bisher hat es noch keinen wirklichen Durchbruch gebracht. Aber Microsoft ist schon involviert. Ich hoffe, die finden irgendwo eine Lösung. Da bin ich tatsächlich recht optimistisch, weil der Microsoft Support hier tatsächlich immer mal wieder gute Support Agents am Start hat.
Aber fangen wir nochmal von vorne an. Ich wurde als DevOps eingestellt. Also um die Entwicklung zu unterstützen und Cognos BI zu übernehmen und mich in Jira einzuarbeiten. Aber da ich natürlich vorher im ERP Bereich, der Netzwerktechnik und Office 365 Umfeld der Töchter aktiv war, sollte ich erstmal dort wieder helfen.
Nach meinem Weggang im September letzten Jahres sollten nämlich zwei neue Kollegen kommen. Einer für das ERP / CRM System und einer für den Office 365 / MDM Bereich. Der ERP Kollege ist seit Dezember da und immer noch hier. Der Office 365 / MDM Kollege hat es nur von Januar bis Ende Februar dort ausgehalten. Gut vielleicht war die Sprache auch ein bisschen problematisch. Er hat nur Englisch gesprochen und fand vielleicht die Struktur dann doch zu seltsam! Also war natürlich gleich am ersten Tag klar: "Hey Tobi schön dass Du wieder da bist. Kannst Du uns bitte nochmal im ERP Bereich aufschlauen und im Töchterbereich aushelfen."
Jo hab ich dann gemacht. Dann so unter Hand von manchen Kollegen erfahren: "Wie Du schaffst echt wieder 40 Stunden? Ich hab ja reduziert, eigentlich wollte ich ja wechseln. Aber da verdien ich halt deutlich weniger." Ein anderer Kollege mit dem ich zukünftig mehr zusammen arbeiten sollte meinte dann: "Du Tobi ich muss Dir mal was beichten: Ich kündige hier und geh dann bald mal auf Reisen." Das hat mich dann doch etwas nachdenklich gemacht. Der erste Kollege kam vor 5 Jahren zur Firma dazu. Der zweite der auch Entwickler ist, ist über 10 Jahre dort und hat auch seine Ausbildung dort gemacht. Wenn 2 so Urgesteine solche Gedanken haben ist es schon irgendwie bemerkenswert. Jo die Zusammenarbeit mit der Führungskraft ist auch nicht immer einfach. Aber zumindest mit mir hat es dann irgendwann besser geklappt. Vielleicht weil ich schon damals immer wieder ein Wackelkandidat war und es auch einfach recht offen kommuniziert habe und manchmal auch manche Entscheidungen widersprochen habe. Andere haben sich irgendwann scheinbar angepasst oder resigniert. Es ist eben eine konservative Firma. Aber sie werden so langsam auch modern und lassen immerhin ein paar Cloudfirmen zu. Dafür gibt's halt einen Tarifvertrag mit vielen Vorteilen und recht guter Bezahlung.
Einerseits wollte ich wieder zurück weil es eben doch manche sinnvolle Strukturen gibt und vor allem das Gehalt wirklich sehr gut ist. Andererseits denk ich jetzt nach dem ersten Monat wieder. Jo gut, ist Arbeit und bringt die Kohle auf den Tisch. Aber irgendwie macht mein Nebengewerbe echt auch richtig viel Spaß. Mal schauen wie lange ich brauche um mit meiner Selbstständigkeit mal die 1000 Euro oder 5000 Euro Umsatzmarke zu knacken. Aber bisher ist das eben wirklich richtig abwechslungsreich und spannend. Es ist tatsächlich ein Bedarf da, da sich irgendwie einige Angestellte auf die alten Tage doch noch selbstständig machen. Sie sind gut in dem Bereich was sie machen wollen, aber mit der IT wird es eben doch schwierig. Office 365 ist da vielen ein Begriff, aber wenn man mal ein privates Konto hatte und dann auf ein Geschäftskonto wechselt, wird einem erstmal wirr im Kopf. Da haben dann so kleine Hansel wie ich relativ einfache Hand. Den Leuten zuhören was sie wollen: Ein einheitliches Konto mit eigener Domain auf mehreren Geräten. Einmal kurz einrichten und erklären. Solche Leute sind auch bereit Geld dafür zu investieren, weil sie es auch wertschätzen. Das schwierige ist aktuell eher: Mich kennt noch kaum jemand! Aber gut, dass ist am Anfang oft so. Deshalb ist Mund zu Mund Propaganda sehr viel wert. Und dafür bin ich meinen Kunden auch dankbar. So baut sich auch für mich immer mal wieder ein kleines Netzwerk auf. Ich kenne jemand, der was kann und höre vielleicht jemand, der etwas braucht. Andere sprechen mit anderen und erzählen sich ihre Probleme und dann meint der eine: "Hm, dafür kenn ich jemand. Ruf den halt mal an!" 

Ganz ehrlich: Vor meinem Beginn im März hatte ich voller Überzeugung für mich gesagt. "Gut bei dieser Firma bleibst dann nochmal 10 Jahre und dann siehst weiter." Aber nachdem ein paar für mich auch recht wichtige und gute Kollegen gemeint haben, dass sie kündigen wollen oder nun auch machen, bin ich nicht mehr so ganz sicher.

Und dann war heute ja noch der 1. April. Also gleich ins Büro gefahren, den Rechner hochgefahren und ich wollte mich anmelden. Dann kam die Meldung: "Ihr Benutzerkonto ist abgelaufen."
Na gut, dann ist wohl meine Probezeit nicht gut abgelaufen. Aber am Ende war es wohl doch nur ein Problem, dass dieser Haken aus Versehen gesetzt wurde. Bei einem anderen Kollegen übrigens auch, aber der war heute krank.
Kurz hab ich dann gedacht: "Na gut, dann geh ich halt wieder und probier doch intensiver meine Selbstständigkeit."
Aber dann wurde ich wieder entsperrt und ich hab doch weitergearbeitet!

Also macht das Beste daraus. Wer vor der Entscheidung steht eine Ausbildung zu machen: Quantenmechaniker steht hoch im Kurs.

In diesem Sinne: Keiner weiß was die Zukunft bringt, außer Jesus. Und der ist die meiste Zeit doch relativ wortkarg. Aber im Nachhinein sind viele Lebenswege doch wie immer passend zu meinem Lieblingsspruch:

Der Mensch denkt, Gott lenkt.
Der Mensche dachte, Gott lachte.

ALLES wird gut!

Kleine Rückschau aufs Nebengewerbe

Wer mich kennt weiß, dass ich nicht unbedingt der Extrovertierte Mensch bin. Deshalb hab ich mir damals echt lange überlegt ob ein Nebengewerbe für mich überhaupt Sinn macht. Angefangen hat dies aber dann bereits letztes Jahr im Frühjahr als ein Feuerwehrkamerad auf mich zu kam und Hilfe bei Teams und E-Mail Organisation wollte. Ich hab es mir angehört und am Ende gab es dann plötzlich nen Schein. Ein paar Monate später hat er wieder angerufen und sich gemeldet, dass er nochmal Hilfe braucht. Diesmal hab ich sogar einer Kollegin aus seinem Netzwerk geholfen, weil sie manche Mitglieder in Teams nicht mehr einladen konnte. Das spannende war hier auch, dass Sie einen Mac benutzt. Also haben wir gemeinsam ins Admin Center durchgeschaut und recht schnell die Lösung gefunden. Dazu noch ein paar Fragen zu WordPress und Webhosting und kleine Hilfen dazu. Am Ende saßen wir dann doch wieder 3 Stunden zusammen und es gab wieder ein paar Euros. Diesmal aber schon im 3 stelligen Bereich. Und seine Kollegin meinte schon so: "Tobi melde dich doch einfach mal bei mir, dann kannst Du mir sicherlich auch helfen." Also hab ich so über den Sommer überlegt ob ich nun wirklich ein Gewerbe anmelden soll oder nicht. Ich habe dann recht schnell herausgefunden, dass der Aufwand sich relativ in Grenzen hält. Ende Oktober / Anfang November hab ich mich dann mal mehr damit auseinander gesetzt. Vor allem weil dann auch ein sehr guter Freund unabhängig von mir auf die gleiche Idee kam ein Gewerbe zu gründen. Also hab ich auch den Schritt gewagt. Ich hatte ja immer schon zwei mal Geld bekommen, was ich als Einnahmen verbuchen konnte. Immerhin im unteren 3 stelligen Bereich. Irgendwann hab ich dann auch noch ein Logo designt und Visitenkarten drucken lassen. Die Visitenkarte hab ich dann einfach mal in meinem Status gepostet und schon kamen einige Reaktionen. Neben einigen Glückwünschen eben auch schon die erste Anfrage ob ich meine Dienstleistung auch für ältere Leute anbiete. Das war dann spannend, da die Personen auch direkt aus der Gemeinde kamen. Da hatte ich dann doch so ein bisschen Hemmungen. Aber nach einem Telefonat zur Abklärung was gewünscht ist, war die Sache recht klar: "Tobi, jede Arbeit ist seines Lohnes würdig." :) Sie wollten einen Laptop mit dem sie ins Internet können und endlich die Nachrichten per E-Mail auch lesen können und den Gottesdienst mitverfolgen können. Also einen Laptop rausgesucht, gemeinsam zum örtlichen Computer Händler gelaufen dort angeschaut und schon festgestellt, dass für die Augen ein 17" doch besser als ein 15" ist. Diesen gekauft und daheim noch kurz eingerichtet mit einem E-Mail und Schreibprogramm, den Drucker angeschlossen und ein paar Dinge erklärt. Danach waren sie schon sehr glücklich und es funktioniert bis heute noch gut. Es gab noch zwei Rückfragen seither, aber ansonsten funktioniert es einfach...
Ich hab dann aber trotzdem nicht meine komplette Arbeitszeit berechnet. Ich meine es waren dann irgendwann so 4-5 Stunden, wovon ich 3 berechnet habe. Für einen fairen Stundensatz. Aber doch schon eine Rechnung mit 3 stelligem Betrag. ;) Das war dann schon Rechnung Nummer 3.
Die Kollegin mit dem Mac hab ich dann auch mal angeschrieben, dass ich nun auch gegründet habe und ich nun auch Rechnungen schreiben könne. So haben wir uns dann vor Weihnachten auch noch per Teams gesprochen und ich hab ihr geraten ihre Daten doch bitte mal auf OneDrive zu sichern. Ihr Bekannter, der ihr damals zum Mac geraten hatte meinte wohl: "Ach ein Mac braucht kein Backup. Da geht nichts verloren." Grundsätzlich geb ich im Recht. Macs sind meistens stabiler als Windows. Aber die Datenträger sind nach wie vor physikalisch und können auch jederzeit kaputt geben. Da sie eh Office 365 im Einsatz hat und per Teams auch schon eine Datenablage für ihr Netzwerk hat, war OneDrive immerhin ein Pseudo Backup. So kann sie ihre wichtigsten Daten dort ablegen und im Hintergrund werden diese in die Cloud geschoben und sind dort auch noch verfügbar, wenn ihr Mac tatsächlich mal die Grätsche macht. Diesmal hab ich dann tatsächlich meinen Standard Stundensatz verlangt und so mit 1,5 Stunden fast soviel wie mit dem Aufwand für den Rechner verlangt. Das war dann immerhin schon Rechnung Nummer 4. Alles in allem hab ich dann durch die ersten beiden Rechnungen fast wieder meine Kosten für Gewerbeanmeldung, Logo, Visitenkarten und QR Code drin gehabt und durch die beiden anderen Rechnungen einen netten ersten Gewinn gemacht.
Das war dann vor Weihnachten als die 3. und 4. Rechnung tatsächlich auch auf meinem Konto waren ein sehr cooles Gefühl. Während ich für meinen Standard Stundensatz als Angestellter fast 3 Stunden schaffen muss und nach den Abzügen (Steuer und Sozialversicherung) trotzdem nur die Hälfte übrig bleibt, ist es im Nebengewerbe wirklich angenehm. Das kann ich natürlich auch nur deshalb machen, weil ich noch durch meine Anstellung im Hauptjob bereits sozialversichert bin. Außerdem muss ich dank der Kleinunternehmerregelung innerhalb der Umsatzgrenze von 22.000 Euro keine Umsatzsteuer berechnen und keine Gewerbesteuer zahlen. Und der Aufwand für die Buchhaltung hält sich in Grenzen. Für die Steuer ist nur eine EÜR notwendig. Ich hab mich eben für Papierkram.de als Buchhaltung entschieden. Als langjähriger Kassierer ist das Ganze nun auch kein Hexenwerk mehr. Ich brauch einfach für jeden Vorgang einen Beleg und muss es verschiedenen Konten zuordnen. Die EÜR wird dann automatisch erstellt.
Doch dann war das letzte Jahr schon rum und ich hab mich erstmal nicht mehr weiter gekümmert. Ich hab zwar hin und wieder noch bei Bekannten / Freunden ein paar Netzwerkdosen angeschlossen. Aber das war dann rein privat als Freundschaftsdienst. So hab ich mir letztes Jahr noch überlegt wie ich meine Visitenkarten loswerde. Einfach mal eine schöne Schokolade nehmen, meine Visitenkarte draufkleben und dann an ein paar Bekannte verteilen. So werde ich bekannt und vielleicht beißen dann auch ein paar Leute drauf an?
Jo das hat so ein bisschen mäßig geklappt. Es gab dann ein paar Anfragen, die dann aber leider nichts mehr geworden sind. Aber ein anderer Feuerwehrkamerad dem ich auch letztes Jahr die Schokolade in den Briefkasten geworfen habe hat sich neulich noch gemeldet. Er hätte da einen Laptop, der nicht mehr funktioniert und wo man Windows installieren müsste. Jo hier wieder das übliche Vorgehen: Installiert, Kaffee getrunken und den ermäßigten Stundensatz vorgeschlagen. War einverstanden damit, also alles OK. Vielleicht empfiehlt er mich sogar weiter. ;) Rechnung Nummer 5.
Ein anderer hat sich dann auf die Schokolade gemeldet und gemeint, dass STRG + C und STRG + V nicht geht. Heute mal angeschaut und nach 2 Minuten festgestellt, dass einfach die linke STRG Taste nicht mehr tut. Dafür tut die rechte STRG Taste. Da ich von Hardware lieber meine Finger lasse, konnte ich nicht helfen. Na gut, eben einen Kaffee getrunken und keine Rechnung geschrieben.
Dafür hatte der erste Feuerwehrkamerad noch Fragen zu seiner Website, die er nicht selbst beantworten konnte. Also wieder eine Stunde gesessen und auch eine kleine Rechnung geschrieben. Rechnung Nummer 6. Und die Kollegin vom Netzwerk hatte mich dann Ende Januar nochmal angerufen, dass OneDrive plötzlich nicht mehr geht. In diesem Fall hat OneDrive leider den Client geändert, dass die Daten nun immer nur Online sind. Wenn man diese explizit auch lokal vorhalten will, muss man dies explizit anklicken. Außerdem waren auch noch ein paar andere Themen offen.
Diesmal fast 3 in zwei 2 Terminen gearbeitet und dann die Rechnung Nummer 7 geschrieben. Eventuell empfiehlt sie mich auch noch weiteren Netzwerk Kollegen weiter. Und so finden sich dann doch immer wieder Aufträge und am Ende kommt Umsatz rein.
An und für sich ist das alles dann doch gar nicht so schwer. Ich muss nur etwas selbstbewusster auftreten und ganz klar sagen, was ich verlange. Bisher gab es dabei auch noch keine Diskussion ("Was SOOO viel?"). Also macht mir das auch klar, dass ich keine Mondpreise verlange.
Ich hab mir auch zwei Preisstrukturen überlegt. Für Unternehmer meinen Standard Stundensatz und für private Kunden (bisher waren dies auch meistens Bekannte) eben den ermäßigten Stundensatz. Ich bin dabei auch immer noch sehr fair und runde auch mal manche Stunde ab. Am Ende macht es einen zufriedenen Kunden und ist gut für die weitere Zusammenarbeit.
Der Februar ist noch nicht vorbei und ich hab schon wieder meine ersten 3 Rechnungen geschrieben für verhältnismäßig wenig Zeitaufwand. Mal schauen, was dieses Jahr noch so an Aufträgen bringt, aber den 4-stelligen Umsatzbereich werde ich sicherlich noch knacken. Ein Drittel davon hab ich schon geschafft.

Mundpropanda ist übrigens bisher das was am besten funktioniert hat. Ich hab zwar mittlerweile auch meine Website am Start. Aber da kam noch keine einzige Anfrage rein. Irgendwann muss ich dafür auch noch ein schickes Foto machen lassen und rein stellen.

IT-Spezialisten nutzen Karrierechancen

Die Tagesschau hatte im November mal einen interessanten Artikel zum Thema Fachkräftemangel im IT Sektor veröffentlicht. Besonders Corona hat es zumindest mir nochmal deutlich gemacht, dass Home Office tatsächlich nicht schlecht ist.
Ich hab bis April 2020 einfach immer in einem Büro gearbeitet. Meistens war es so, dass der Arbeitsplatz ergonomischer eingerichtet war und ich vor allem (als ich noch im gleichen Ort geschafft habe) eine klare Trennung zwischen Privat und Geschäft hatte. Dann kam Corona und ich wurde dann auch mal heimgeschickt. Der erste Tag war etwas seltsam, aber hat dann erstaunlich gut geklappt. Ich hatte einen alten Laptop mit VPN Zugang vom Geschäft bekommen und mich einfach auf den Rechner im Geschäft per RDP eingeloggt. Das ging dann sogar recht einfach und meistens auch sehr zuverlässig. Da meine "Kunden" hauptsächlich Kollegen aus dem Ausland waren und diese ausschließlich per Telefon oder E-Mail kommuniziert haben, ging die Arbeit von daheim wirklich problemlos. Ich hatte nicht wirklich was mit Hardware zu tun.
Allerdings muss ich dann auch sagen, dass die Arbeit von April 2020 bis ca. Oktober 2020 ausschließlich im Home Office zwar ok war und ich nicht viel vermisst habe. Ich hab da sogar wieder das Joggen angefangen und auch ein bisschen Gewicht verloren. Allerdings war die kurze Zeit im Büro (so im November) dann doch wieder gut. Die Kollegen zu sehen und zwischendurch mal miteinander zu quatschen fällt im Home Office dann doch nahezu weg. So war ich ab Dezember 2020 bis Anfang September 2021 dann auch wieder im Home Office. Da wir im Januar 2021 auch eine Einführung vom ERP für die USA gemacht haben, war es auch sinnvoll von daheim zu arbeiten. Erst spätvormittags ins Büro zu fahren und dann spätabends bzw. nachts dann wieder heimzufahren wäre echt nervig gewesen. Allerdings hatte ich nach so einer langen Zeit die Kollegen doch etwas vermisst.
Gut, im Nachhinein hab ich die Zeit auch gut genutzt um mal kurzfristig zu Bewerbungsgesprächen zu fahren. Die Arbeit hatte mir ja dann doch langfristig keinen Spaß mehr gemacht. Alles nur Standardarbeit und leichte Unterforderung. Die spannenden Dinge wurden ausgelagert an den Dienstleister. Jo kann man schon so machen und hatte auch seine Vorteile, wenn man mal nicht alles wusste. Aber wenn man vorher eben vieles autodidaktisch selbst erarbeitet hat, war dies eher ermüdend.

Nochmal zum Artikel zurück zu kommen. Ich kann es gut verstehen, wenn dann viele Arbeitnehmer sich aktuell Gedanken machen ob sie noch zufrieden mit dem aktuellen Arbeitsverhältnis sind. Manchmal gibt es eben auch andere gute Arbeitgeber die ein besseres Arbeitsumfeld anbieten. Oder man wacht auf und denkt, dass man vielleicht man den Schritt in die nebenberufliche Selbstständigkeit wagen könnte. Das sind alles Schritte, die auch ein Risiko mit sich bringen. Neuer Arbeitgeber bedeutet ein neues Umfeld und damit erneute Probezeit. Aber wer nichts wagt, kann auch nichts gewinnen.
Ich muss sagen, dass ich meine Arbeitgeberwechsel nicht bereut habe. 11 Jahre lang beim h.team waren sehr gut um meine Grundlagen aus der Ausbildung zu professionalisieren. So hab ich ein breites Wissen in allen möglichen Bereichen aufgebaut. Als ich dann 2019 das erste Mal gewechselt bin, kam ich in ein Team. Das war einerseits cool. Es war schließlich auch eine Entlastung für mich. Ich hatte endlich ein paar direkte Kollegen. Die Umstellung war anfangs aber trotzdem etwas schwierig. Vom Generalisten zum Spezialisten und plötzlich nicht mehr alles selbst machen zu können. ;) Irgendwann wurde ich auch wieder mehr als Generalist eingesetzt und hab neben dem ERP Bereich auch die Admintätigkeit für die Auslandskollegen teilweise mitübernommen. So hab ich auch wieder einiges dazu gelernt.
Dann bin ich neulich ja wieder auf Jobsuche gewesen und hab seit Oktober wieder meinen neuen Job. Nach anfänglichen Schwierigkeiten meine ich mich dort recht gut eingelegt zu haben. Es wird viel gelacht und es ist ein gutes Arbeitsklima. Und so hab ich nebenbei meine anfangs echt schwachen SQL Kenntnisse wieder verbessert. Und nebenbei hab ich dann noch mein Nebengewerbe gegründet.
Mit jedem Wechsel wachse ich persönlich an Erfahrung und lerne neue Umgebungen kenne. Deshalb kann ich es immer empfehlen. Und wenn man im Guten geht, bleibt auch der Kontakt zu ehemaligen Kollegen gut erhalten. Außerdem gilt ja folgendes: Man sieht sich immer zweimal im Leben! Deshalb immer einen guten Eindruck hinterlassen, dann hinterlässt man keine verbrannten Brücken. Für die Berufserfahrung bringt das immer etwas! Jede Umgebung ist anders und man drückt auch immer seinen persönlichen Stempel auf.

Aber nicht immer ist ein Wechsel notwendig. Es hat auch etwas für sich lange Zeit beim gleichen Unternehmen zu bleiben. Auch innerhalb vom Unternehmen kann man meistens gut wachsen und sich weiterentwickeln. Wenn irgendwas nicht passt, hat man es meistens selbst in der Hand dies auch zu ändern. Nicht vor Problemen weglaufen, sondern aktiv angehen und die Probleme lösen! :)

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